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Energieeinsparung
und Effizienzsteigerung sowie die Erzeugung auf der Grundlage der
erneuerbaren Energien in den Fokus der Energiepolitik zu stellen.Gleichzeitig
jedoch müsse die Energieversorgung auch bezahlbar bleiben und
langfristig gesichert sein. Die Balance dieses Zieldreiecks sei nur
auf der Grundlage eines breiten Energiemix möglich.
Ein
gleichzeitiger Verzicht auf Kernenergie und Kohle würde die
Versorgungssicherheit erheblich reduzieren, die Energiepreise rasant
steigen lassen und somit letztendlich auch das Gemeinwesen in
Deutschland gefährden.
Gerade
auch mit Blick auf die Klimaschutzziele plädierte er deshalb dafür,
die CO2-freien Kernkraftwerke so lange zu nutzen, bis die
CCS-Technologien Marktreife erlangt haben. Dies wird seiner Einschätzung
nach ab dem Jahr 2020 der Fall sein. Der Zeitraum bis dahin sei
jedoch als Handlungszeitrum um den Klimawandel aufzuhalten
unverzichtbar, worauf auch das IPCC hingewiesen habe. Er plädierte
ferner dafür zu sorgen, dass Deutschland unter den ersten sei, die
CCS-Technologien marktreif anbieten können.
Dr.
Marnette knüpfte die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke an
zwei Bedingungen: zum einen müsse vorher eine probabilistische
Sicherheitsüberprüfung mit Altersprognose über 10 Jahre im Voraus
gutachterlich positiv verlaufen sein. Zum anderen müssen die
absehbaren Erlöse so aufgeteilt werden, dass auch bei den Bürgern
und der Wirtschaft die Kostenvorteile spürbar werden.
Die
Lösung der Endlagerungsproblematik habe nach Einschätzung von Dr.
Marnette keine Eile. Sie gaukele eine vermeintliche Sicherheit vor,
die ohnehin nicht bestünde, solange in Osteuropa weiterhin
Reaktoren vom Typ Tschernobyl betrieben würden.
Dr.
Marnette ging auch auf die aktuelle Diskussion zur drohenden Stromlücke
ein. Diese Stromlücke drohe seiner Meinung nach unabhängig davon,
wie es mit der Kernenergie weiter geht. Allein die Kapazitäten
an Gas- und Kohlekraftwerken, die bis zum Jahr 2020 aus Altergründen
vom Netz gehen, würden durch den Neubau fossiler Kraftwerke
nicht kompensiert werden.
Es
folgten Ausführungen zum Thema „Netzausbau und -stabilität “.
Bedingt durch die Windenergien aus den Küsten- und
Offshore-Regionen fehle es an Netzkapazitäten.
Die
Politik sei dringend aufgefordert, ein zukunftsfähiges, auf
Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit ausgerichtetes
nationales Energiekonzept sachorientiert zu vereinbaren.
Schleswig-Holstein wolle seine regionalen Initiativen einbringen und
diese im Verbund mit den norddeutschen Küstenländern und in der
Zusammenarbeit zwischen Süddänemark und Schleswig-Holstein
diskutieren und weiter gestalten.
Schleswig-Holstein
könne auf Grund der geologischen Gegebenheiten Standorte zur
CO2-Verpressung anbieten. Bei der Umsetzung der entsprechenden europäischen
Richtlinie in ein nationales CCS-Gesetz sei es wichtig, dass die Länder
die Genehmigungshoheit über solche Anlagen und Transportrouten
erhielten, weil auch sie die Vermittlungslasten vor Ort tragen müssten. |