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Forum für Zukunftsenergien e.V. |
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Energieversorgung der Zukunft - ohne Öl und Gas? Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um das Energiekonzept der Bundesregierung stellte das Forum für Zukunftsenergien e.V. am 07. September 2010 Vertretern der Politik und der Wirtschaft eine neutrale Plattform zur Verfügung, um die Frage nach der Bedeutung von Öl und Gas im Energiemix der Zukunft zu diskutieren. Nach der Eröffnung der Konferenz durch Carl Graf von Hohenthal (Partner, Brunswick Group GmbH) und der Begrüßung durch den britischen Botschafter Sir Michael Arthur umriss Dr. Uwe Franke (Vorsitzender des Vorstandes, BP Europe SE) in einer Keynote die Bedeutung des Öls in der zukünftigen Energieversorgung. Entscheidend seien drei Punkte: Die Strukturveränderungen im internationalen Ölmarkt und die sich daraus ableitenden Reaktionen sowie schließlich der Umfang, in dem das Öl auf lange Sicht in der nationalen Energieversorgung ersetzbar ist. Dr. Franke stellte dar, dass der „Deepwater Horizon“ Unfall die Offshore-Industrie verändern und die Sicherheit noch stärker in den Fokus rücken wird. BP sei sich dabei seiner besonderen Verantwortung bewusst. Nicht verändern sollten sich aber die grundsätzlichen Prinzipien zur Ausrichtung der Energiepolitik: Deutschland sei noch lange auf Öl angewiesen, allerdings in deutlich geringerem Umfang als heute. Aus seiner Sicht sollte die Politik diese Einschätzung zur Grundlage ihrer Überlegungen machen, anstatt sich zum Ziel zu setzen, auf Öl ganz zu verzichten. Des Weiteren müsse die langfristige Sicherung der heimischen Ölversorgung in einem integrierten Weltmarkt zentraler Bestandteil der Wirtschafts- und Außenpolitik sein. Strategische Energie-Partnerschaften mit wichtigen Produzenten-Ländern, insbesondere mit Russland seien dabei von größter Bedeutung. Schließlich sei es dringend geboten, eigene Raffinerien in Deutschland zu behalten, anstatt Mineralölprodukte zu importieren. Die Sicherung eines Kernbestandes an Raffinerien sei von größter strategischer Bedeutung. In der zweiten Keynote beschäftigte sich Klaus Schäfer (Vorsitzender des Vorstandes, E.ON Ruhrgas AG) mit der Bedeutung von Gas für die zukünftige Energieversorgung. Er betonte, dass Erdgas ein Energieträger sei, der heute weltweit einen substanziellen Beitrag zur Deckung des Energiebedarfs leistet und diese Aufgabe angesichts der Erdgasreserven auch in der Zukunft übernehmen könne. Für Erdgas im künftigen deutschen Energiemix sprächen außerdem folgende Potenziale: Im Bereich der Stromerzeugung seien es niedrige Investitionskosten, kurze Bauzeiten, hohe Wirkungsgrade sowie sehr geringe CO2- Emissionen. Gaskraftwerke seien zudem flexibel zu fahren sowie gut regelbar und somit besonders geeignet für den Ausgleich zwischen Stromnachfrage und der schwankenden Erzeugung von Windstrom. Sie bildeten deshalb eine ideale Ergänzung zur erneuerbaren Energie. Mit Blick auf den Wärmemarkt plädierte Klaus Schäfer für eine Modernisierungsoffensive im Heizungskeller, unter zu Hilfenahme moderner Gastechnik und Unterstützung der Gaswirtschaft. Damit würde ein wichtiger Beitrag zu mehr Effizienz und Klimaschutz im Bereich der privaten Haushalte geleistet. Im Bereich der Mobilität sprach er sich für ein umfassendes und langfristiges Konzept zur raschen und bezahlbaren CO2-Minderung aus, insbesondere durch die Beimischung von Bioerdgas. Letztlich stelle, nach Einschätzung von Herrn Schäfer, die Sicherheit der Erdgasversorgung in Deutschland eine entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Energieversorgung dar. Die wesentliche Basis hierfür bilde die Diversifikation, d.h. ein breit gestreutes Portfolio von Lieferquellen und Lieferanten. An die Politik gerichtet unterstrich er, dass das das Energiekonzept der Bundesregierung ausgewogen und umfassend angelegt sein sollte. Die Botschaft der Koalitionsvereinbarung müsse sich in entsprechenden Rahmenbedingungen und Vorgaben niederschlagen, um einen substanziellen Beitrag von Erdgas und Biogas zur nachhaltigen Gestaltung der Energieversorgung in Deutschland zu ermöglichen. In der anschließenden Podiumsdiskussion bezogen die Bundestagsabgeordneten Klaus Breil (FDP), Dr. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) sowie Prof. Dr. Michael Bräuninger (Leiter des Kompetenzbereiches Wirtschaftliche Trends, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut) und Prof. Dr. Manfred Güllner (Geschäftsführer, forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH) Position zu dem Thema der Veranstaltung. Das
Forum für Zukunftsenergien bedankt sich bei der BP Europe SE und E.ON
Ruhrgas AG sehr herzlich für die Unterstützung der Veranstaltung.
Mit freundlicher Unterstützung von:
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Forum für Zukunftsenergien e.V. - Tel 030 / 72 61 59 98 0 - Fax 030 / 72 61 59 98 9 - eMail info@zukunftsenergien.de | |||||||||||||||||||||||||||||||