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Forum für Zukunftsenergien e.V. |
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Energieland
Niedersachsen - Das Thema „Gas“ findet im Energiekonzept der Bundesregierung keine nennenswerte Erwähnung. Deshalb verdeutlichten niedersächsische Politik- und Wirtschaftsvertreter im Rahmen einer Konferenz des Forum für Zukunftsenergien die herausragende Bedeutung dieses Primärenergieträgers für ihr Bundesland. Hans-Heinrich Sander, niedersächsischer Umweltminister und Kurator des Forum für Zukunftsenergien, betonte die heutige Position Niedersachsens als Energieland Nr. 1. Dieses Bundesland stehe für einen breiten Energiemix aller Energieträger, der die fossilen Primärenergieträger, die Kernenergie ebenso wie die erneuerbaren Energien umfasse. Mittels einer diversifizierten Kraftwerksstruktur, der beträchtlichen Erdgasförderkapazitäten, der Erdöl- und der inzwischen auslaufenden Braunkohleförderung sowie durch die vorhandenen Speicherkapazitäten für Erdöl und Erdgas leiste Niedersachsen zur Stabilisierung und Sicherung der deutschen Energieversorgung einen wichtigen Beitrag. Ebenso wie die Bundesregierung setze man in Niedersachsen auf einen nachhaltigen Energiemix, in dem die Windenergie an der Strom- und Wärmeerzeugung einen wachsenden Anteil übernehme. Der verbleibende Anteil an diesen Sektoren müsse allerdings auch weiterhin mit konventionellen Energieträgern und Kernenergie abgedeckt werden. Dabei verlagere sich die Funktion der Gas- und Kohlekraftwerke in diesem Energiemix zukünftig verstärkt in die Bereitstellung von Regel- und Reservekapazitäten. Sander unterstrich, dass Niedersachsen das bedeutende deutsche Erdgasland sei. 95 % der inländischen Erdgasproduktion stammen aus Niedersachsen, wobei die gegenwärtige Produktion jedoch rückläufig sei. Darüber hinaus sei Niedersachsen Transitland und Drehkreuz für Erdgasfernleitungen, verfüge über ein gut ausgebautes Netz von Gashochdruckleitungen und entwickle sich zur Drehscheibe für die Verteilung von Erdgas im westeuropäischen Raum. Den notwendigen Bau weiterer Leitungen unterstütze die Landesregierung mit effizienten und zügigen Planfeststellungsverfahren. Den Ausbau der Biogasproduktion im Land wolle man zukünftig weiter forcieren. Neben dem Einsatz zur Verstromung gewinne die Einspeisung von aufbereitetem Biogas in die Ergasnetze zunehmend an Bedeutung. Die entscheidende Problematik dieser Entwicklung sieht Sander darin, dass Biogasanlagen zunehmend mit Mais betrieben werden und somit der Anteil der Maisanbauflächen massiv zunehme. In der Folge komme es daher zu erheblichen Nutzungskonkurrenzen, Bodenschutz- und Gewässerschutzproblemen sowie zur Verminderung der Artenvielfalt. Er forderte deshalb eine gezielte Änderung der Anreize zur Entwicklung der Biogaserzeugung in Deutschland über das EEG. Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender, EWE AG, und des Forum für Zukunftsenergien e.V.) wies darauf hin, dass Erdgas beste Voraussetzungen biete, um die stetig zunehmende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zu ergänzen. Aufgrund dieser Vorteile sei es erstaunlich, dass Erdgas im Energiekonzept der Bundesregierung keine tragende Rolle spiele und ein klares politisches Bekenntnis dazu fehle. Dr. Gernot Kalkoffen (Vorstandsvorsitzender, ExxonMobil Central Europe Holding GmbH) unterstrich ebenso die breite Verfügbarkeit und Effizienz des Erdgases sowie die mögliche sinnvolle Ergänzung zu den erneuerbaren Energien. Erdgas sei der umweltfreundlichste fossile Energieträger und emittiert in der Stromerzeugung ca. 55% weniger CO2 als Kohle. Zudem sei in Deutschland gefördertes Erdgas besonders umweltfreundlich, da lange Transportwege entfallen und Erdgas unter strengsten Umweltauflagen gefördert wird. An die Politik gerichtet sagte er, dass die Rahmenbedingungen auch für neue Erdgasprojekte in Deutschland stimmen müssten. Deshalb sei es wichtig, dass die Politik die Bedeutung von Erdgas als Brücke in die Zukunft und auch als Basis eines weit in dieses Jahrhundert hineinreichenden Energiemixes betone. Die beiden Wirtschaftsvertreter diskutierten ihre Thesen und Bewertungen in der anschließenden Podiumsdebatte mit den niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn (SPD) und Dr. Maria Flachsbarth (CDU/CSU) sowie dem Staatssekretär des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, Dr. Oliver Liersch, unter der Leitung von Ernst Schwanhold. Das Forum für Zukunftsenergien bedankt sich sehr herzlich bei der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH und der EWE AG für die Unterstützung der Veranstaltung sowie bei der Volkswagen AG für die Gastfreundschaft. >> zurück zur Übersicht der weiteren Formate
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