|
|
Forum für Zukunftsenergien e.V. |
||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Smart Cities - Urbanisierung und Energieinfrastruktur Zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz haben sich viele Städte und urbane Ballungsräume ehrgeizige Ziele gesetzt. Im Rahmen der Konferenz „Smart Cities – Urbanisierung und Energieinfrastruktur“ des Forum für Zukunftsenergien wurden vorhandene Lösungsansätze vorgestellt und notwendige politischen Rahmenbedingungen definiert. Seit 2007 leben weltweit mehr Menschen in urbanen Ballungsräumen als in ländlichen Regionen; d. h. große Städte stehen für 75% der weltweiten Energienachfrage und damit zugleich für einen hohen Anteil der CO2-Emissionen. Deshalb haben viele von ihnen sich ehrgeizige Ziele für die Steigerung der Effizienz ihrer Infrastruktur und zugleich zur Senkung der CO2-Emissionen gesetzt. Gleichzeitig soll der wachsenden städtischen Bevölkerung weiterhin eine hohe Lebensqualität geboten werden. MR Rainer Ornth (Leiter Referat Energie und Klimaschutz - Bauen und Verkehr im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) stellte eingangs in Vertretung für den kurzfristig verhinderten Staatssekretär Rainer Bomba die Energieeffizienz-Politik der Bundesregierung vor. Ausgehend von den Festlegungen des Koalitionsvertrages führte Ornth aus, dass die Strategie zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor aus einem Dreiklang aus Ordnungsrecht, Förderung und Information beruhe. Als nächste Schritte seien nun die Evaluierung des Integrierten Energie- und Klimaprogramm IEKP der alten Bundesregierung und die Erarbeitung des energiepolitischen Gesamtkonzepts zu erwarten. Dr. Axel Nawrath (Mitglied des Vorstandes der KfW Bankengruppe) sah die Herausforderungen für die Städte u.a. in der Erhöhung der Energieeffizienz kommunaler Gebäude, in der Stärkung der erneuerbaren Energien im Rahmen kommunaler Energieversorger und in der Schaffung einer umweltfreundlichen nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur. Dem gegenüber stünde eine oftmals schwierige Finanzsituation vieler Kommunen. Die KfW Bankengruppe biete daher ein breites, auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenes Förderangebot für Investitionen in eine energieeffiziente kommunale Infrastruktur und Förderinstrumente zur Steigerung der Energieeffizienz im Wohngebäudebereich. Die entsprechenden Förderinstrumente sollen zukünftig weiter entwickelt bzw. verstetigt werden. Das KfW-Angebot für Public-Private-Partnership Vorhaben im kommunalen Bereich z. B. sei auszuweiten, um der Bedeutung von Finanzierungsmöglichkeiten für private Investoren im Bereich der kommunalen Infrastruktur Rechnung zu tragen. Die Firma Siemens hat zusammen mit The Economist Intelligence Unit den European Green City Index entwickelt, der von Dr. Hans-Peter Böhm (Vice President Government Affairs, Siemens AG) vorgestellt wurde. Der European Green City Index analysiert die Leistungen verschiedener Städte beim Umwelt- und Klimaschutz. Zugleich mache er in seinen acht Kategorien CO2-Emissionen, Energieversorgung, Gebäude, Verkehr, Wasser, Luftqualität, Abfall/Landnutzung und Umweltmanagement, denen 16 quantitative und 14 qualitative Einzelindikatoren zugrunde liegen, Unterschiede deutlich. Diese Methodik führe zu einer Vergleichbarkeit der Ergebnisse jeder Stadt, zeige Potenziale auf und gebe den Städten so eine Hilfestellung in der Prioritätensetzung. Im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion zeigten die Teilnehmer Beispiele aus der Praxis: Ralf Christian (CEO Power Distribution Division, Energy Sector, Siemens AG) verdeutlichte, dass die durch den demographischen Wandel, die Ressourcenverknappung und den Klimawandel bedingte Transformation der Energiewirtschaft in ein “Neues Elektrizitätszeitalter” münden werde. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts werde Strom der Energieträger für die meisten Anwendungen des täglichen Lebens sein. Gerade auch deshalb käme dem allseits geforderten intelligenten Stromnetz eine heraus ragende Bedeutung zu. Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender der EWE AG und des Forum für Zukunftsenergien e.V) stelle die von EWE entwickelt zukunftsorientierte Versorgungskonzepte vor. Sie stützen sich auf die Bullenseethesen des Konzern und münden in der sog. E³-Formel. Diese stehe für die Maxime, dass die Stromerzeugung aus den fossilen Rohstoffen sowie sein Transport wesentlich effizienter werde, die Verbraucher effizienter und sparsamer mit Energie umgehen und die erneuerbaren Energieträger in deutlich größeren Umfang genutzt werden. Dr. Werner Brinker unterstützte Ralf Christian in der Auffassung, dass die Strominfrastruktur ein zunehmend wichtiges Element der modernen Gesellschaft sein wird. Davon ausgehend sei das Projekt eTelligence entwickelt worden, in dessen Zentrum die Vernetzung dezentraler Energieanlagen mit Hilfe modernster Informationstechnologie stehe. Die Stadt Berlin hat im Rahmen des European Green City Index den achten Platz belegt. Die Umweltsenatorin der Stadt, Katrin Lompscher, führte aus, das Energieversorgungssystem Berlins aufgrund der Historie der Stadt ein Besonderes sei, wie z.B. die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung im großen Maßstab zeige. Die Struktur des Gebäudesektor stelle zum ein großes Handlungsfeld dar. Planungsbasis seien zurzeit das Berliner Energiekonzept von 1994 bzw. das Landesenergieprogramm 2006-2010. Diese sollen durch ein Klimaschutzgesetz abgelöst werden, das u.a. das 40%-Einsparungsziel der Bundesregierung übertreffen soll. Die Studien der Siemens AG sowie Informationen über den Green City Index finden Sie auf der Website der Siemens AG. Das Forum für Zukunftsenergien bedankt sich bei der Siemens AG und der KfW Bankengruppe sehr herzlich für die Unterstützung der Veranstaltung.
Präsentationen:
Mit freundlicher Unterstützung von:
>> zurück zur Übersicht der weiteren Formate
| ||||||||||||||||||||||||||||
|
Forum für Zukunftsenergien e.V. - Tel 030 / 72 61 59 98 0 - Fax 030 / 72 61 59 98 9 - eMail info@zukunftsenergien.de | |||||||||||||||||||||||||||||