Forum  für Zukunftsenergien e.V.

 
                            
     
 
   

  
Konferenz am 28. Juni 2011

Eine ganzheitliche Rohstoffpolitik - 
Beiträge von Politik und Wirtschaft

Die sichere Versorgung der Industrie mit Rohstoffen bildet die grundlegende Voraussetzung für die industrielle Wertschöpfung und damit für Beschäftigung, Wachstum und Innovation. Politik und Wirtschaft müssen  deshalb gemeinsam an einer ganzheitlichen Rohstoffpolitik arbeiten. Wie dies im Detail realisiert werden kann, war Thema einer Konferenz des Forum für Zukunftsenergien.

Der Vorstandsvorsitzende der Wintershall Holding GmbH, Dr. Rainer Seele, verdeutlichte die Notwendigkeit einer sicheren Versorgung Deutschlands und Europas mit Rohstoffen. Um diese zu gewährleisten, müsse eine Diversifikation der Lieferländer, die Russland einschließt, angestrebt werden. Auch seien alle zur Verfügung stehenden Leitungen zu nutzen. Ferner unterstrich er die für die Industrie unbedingt erforderliche Notwendigkeit stabiler und investitionsfreundlicher Rahmenbedingungen. Die Kapitalverzinsung bei Infrastrukturprojekten dürfe nicht begrenzt werden und Abschreibungszeiträume bei Neuinvestitionen seien zu verkürzen. Seele unterstrich die Bedeutung der Investitionen in Forschungen von  Technologien zur Erkundung und Erschließung von Rohstofflagerstätten in Deutschland, dies auch mit Blick auf die Sicherung des Zugangs zu den Rohstoffreserven in der Welt. An die Politik gewandt warb er für eine dauerhafte Unterstützung von Energiepartnerschaften mit Produzentenländern.

Die Arbeiten der Bundesregierung zur strategischen Rohstoffsicherungspolitik präsentierte Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel in seiner Funktion als Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, zu der auch die deutsche Rohstoffagentur gehört. Die Deutsche Rohstoffagentur werde gegenwärtig zur zentralen Schnitt- und Informationsstelle zu Fragen der Rohstoffsicherung ausgebaut. Sie betreibe ein umfassendes Rohstoff-Informationssystem für energetische, nicht energetische und mineralische Rohstoffe. Darüber hinaus biete sie weitere Serviceleistungen für die deutsche Wirtschaft an und führe rohstoffbezogene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit und im Vorfeld der Industrie durch. Sie unterstütze – basierend auf langjährigen internationalen Kontakten der BGR – den Aufbau rohstoffwirtschaftlicher Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern. Auch Kümpel unterstrich die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Rohstoffpolitik angesichts des immer schwerer werdenden Zugangs zu Rohstoffen und der gleichzeitigen  Importabhängigkeit Deutschlands, z.B. von Metallrohstoffen die für den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität gebraucht würden. 

Die durch die Vorträge gegebenen Impulse für die Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft z. B. durch die Initiierung und Unterstützung von Rohstoffpartnerschaften, wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Carl Graf von Hohenthal (Partner, Brunswick Group GmbH) mit Botschafter Stephan Auer (Beauftragter für Globalisierung, Energie und Klimapolitik des Auswärtigen Amts), MinDirig Dr. Thomas Gäckle (Leiter der Unterabteilung Rohstoffpolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie), Dr. Rainer Seele sowie den Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn (SPD) und Karl-Georg Wellmann (CDU/CSU) erörtert.

Die Veranstaltung wurde von der Wintershall Holding GmbH unterstützt. Dafür bedankt sch das Forum für Zukunftsenergien herzlich.
   

Präsentation Prof. Dr. Kümpel

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

                                        

  

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